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Benachrichtigungen

Wenn man etwa auf einer Auktionsplattform auf das Ende eines Artikels wartet oder sich einen Tee aufgebrüht hat oder versprochen hat um 15 Uhr zurückzurufen ...Dann kann es schon passieren daß man beim Stöbern im Internet die Zeit vergißt. Eine kleine Erinnerung wäre da schon vorteilhaft. 

Zunächst sollte man sich aber um die Uhrzeit Gedanken machen. Die Uhrzeit wurde schon bei der Installation festgelegt. Aber die Vorstellung daß die Zeitangaben immer wieder über das Internet abgeglichen werden trifft vielleicht nicht zu. Es soll ja gerade vermieden werden daß der Computer in Eigenregie ins Internet geht. Sicherlich läßt sich ein automatischer Abgleich einstellen aber vielleicht möchte man doch keine geöffneten Tore. In der Mitte des Panels gibt es die Uhrzeit - ein Klick darauf öffnet ein Zusatzmenu in dem unten aufgeführt ist 
"Einstellungen für Datum und Uhrzeit"

Nachdem einige Wochen seit der Installation verstrichen waren habe ich auf diese Art festgestellt daß mein Compter die Zeit um ca eine Minute anders angezeigt hatte als das Internet - vielleicht die Folge eines kurzen Stromausfalles. 

In dem Zusatzmenu der Uhrzeit gibt es auch den Punkt
"Uhren öffnen" 
der ganz interessante Möglichkeiten offenbart. 

Und es gibt eine Stoppuhr und einen Timer den man benutzen kann um eine Erinnerung auszulösen. Denn nach Ablauf der Timer-Zeit bekommt man ein Signal. Allerdings muß man das Uhren-Fenster geöffnet lassen, entweder mit Rechtsklick minimieren oder einfach andere Arbeitsfenster in den Vordergrund holen.

Und es gibt für Erinnerungen eine Alarm-Funktion in der man zu bestimmten Uhrzeiten und auch an anderen Tagen Signale auslösen kann. Allerdings muß zur Auslösezeit auch das Fenster für Uhren geöffnet sein. 
Dies ließe sich erreichen indem man "Uhren" zu den Startprogrammen hinzufügt - Terminal aufrufen, gnome-tweak-tool eintippen, Eingabetaste drücken, Startprogramme auswählen und auf + klicken, dann "Uhren" hinzufügen.

Nun sollen noch einige Ideen aufgezeigt werden, wie man mit Hilfe des Terminals Erinnerungen auslösen kann.
Wenn das Paket libnotify-bin installiert wurde (siehe vorher bei Birthday) so kann man das Benachrichtigungstool auch für die Ausgabe von eigenen Nachrichten nutzen. Die folgende Möglichkeit berücksichtigt gleich daß man ein eigenes Icon 
uhr.png   verwendet das z.B. 48x48 Pixel groß ist und in  ~/Bilder/icons/  abgelegt ist.

Man ruft das Terminal auf. 

sleep 4s && notify-send -t 5000 -i ~/Bilder/icons/uhr.png "Erinnerung" "Tee ist fertig"

Man fügt die Zeichenfolge aus dem weißen Feld bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste. Es dauert 4 Sekunden und dann erscheint

Erläuterung dazu
sleep 4s && notify-send -t 5000 -i ~/Bilder/icons/uhr.png "Erinnerung" "Tee ist fertig"
Der Start des nachfolgenden Programmes wird um 4 Sekunden verzögert. Diese Zeit wurde gewählt um schnell zu sehen was passiert. Nützlicher ist die Angabe in Minuten - z.B. 10m ergibt eine Verzögerung von 10 Minuten. Man könnte auch Stunden oder Tage eingeben, aber das ist hier vielleicht nicht so sinnvoll, da die Funktionsfähigkeit davon abhängt daß das Terminal nicht geschlossen wird. Bei einem Schließen des Terminals wird der Prozess abgebrochen - siehe jedoch die Anmerkung unten. Aber man kann mehrere Terminalfenster gleichzeitig öffnen
(z.B. Mausrad-Klicken auf das Programmsymbol oder Rechtsklick)
und unterschiedliche Eingaben machen.

Dies bedeuted daß die Nachricht 5 Sekunden (5000 Millisekunden) auf dem Bildschirm zu sehen ist bevor diese in die Benachrichtigungsleiste rutscht. Die Benachrichtungungsleiste kann durch gleichzeitiges Drücken der Windows-Taste und M unten hervorholt werden. Die Nachricht verbleibt dort bis man die Infoausgabe beendet. 
Die Verwendung eines eigenen Icons ist nicht notwendig, man kann diesen Teil auch weglassen, dann aber beachten daß zwischen 0 und " nur ein Leerzeichen vorhanden ist. Das verwendete Icon kann natürlich anders heißen und anderswo abgelegt sein. 
Dieser Teil der Textausgabe ist fett geschrieben und kann als Überschrift benutzt werden.
Dieser Teil der Textausgabe kann für den Nachrichtentext benutzt werden.

Informationen zu sleep kann man erhalten durch:

man sleep

Informationen zu notify-send kann man erhalten durch:

man notify-send

Eintippen einer Zeichenfolge beim blinkenden Cursor des Terminals und drücken der Eingabetaste öffnet ein Infofenster. Man navigiert mit den Pfeiltasten und verläßt das Infofenster mit Drücken der Taste Q.

Für den Fall daß diese Benachrichtigung zu unauffällig ist kann man auch anders vorgehen. 
Man kann eine Textdatei erstellen  info.txt   die z.B. abgelegt ist in  ~/Dokumente/

sleep 4s && gedit ~/Dokumente/info.txt

Man fügt die Zeichenfolge aus dem weißen Feld bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste. 

Man kann eine Office-Datei erstellen  Erinnerung.odt   die z.B. abgelegt ist in  ~/Dokumente/

sleep 4s && libreoffice ~/Dokumente/Erinnerung.odt

Man fügt die Zeichenfolge aus dem weißen Feld bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste. 

Oder mit "Pauken und Trompeten": 
Man kann eine Musik-Datei oder Video-Datei benutzen z.B.  musik.mp4   die z.B. abgelegt ist in  ~/Musik/

sleep 4s && totem ~/Musik/musik.mp4

Man fügt die Zeichenfolge aus dem weißen Feld bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste. 

Nun kann es vorkommen daß einige Benachrichtigungen vielleicht doch nerven. Bei mir war es so daß der Drucker jedesmal bei Beginn des Druckens und nach Beendigung des Druckens eine Benachrichtigung ausgegeben hat. Da ich direkt neben dem Drucker sitze brauche ich diese Meldungen wirklich nicht - es mag anders sein wenn der Drucker weiter entfernt ist. In den Systemeinstellungen gibt es "Benachrichtigungen" wo solche Einstellungen geändert werden können. Aber bei mir gab es keine Möglichkeit für die Drucker-Benachrichtigungen. Zunächst kann man sich über Systemeinstellungen informieren die die Bezeichnung 
notify oder notification enthalten

gsettings list-schemas | grep -i notif

Man fügt die Zeichenfolge aus dem weißen Feld bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste.
Bei mir war der entscheidende Eintrag
org.gnome.settings-daemon.plugins.print-notifications
Nun kann man aufrufen 

dconf-editor

Man fügt die Zeichenfolge aus dem weißen Feld bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste.
Es öffnet sich ein Fenster von dconf 

Man navigiert wie in einem Datei-Verzeichnisbaum an die entsprechende Stelle. Dort klickt man auf das Häkchen neben    active    so daß dieses Häkchen verschwindet. Dann schließt man das Fenster von dconf-Editor. Bei mir gab es danach keine Drucker-Benachrichtigungen mehr.

Man kann verhindern daß im Terminal gestartete Programme beendet werden wenn das Terminal geschlossen wird. Dazu ergänzt man die Terminaleingabe durch
 & disown
Damit werden die im Terminal gestarteten Prozesse unabhängig vom Terminal. Beispiele dazu:

sleep 10s && notify-send -t 5000 -i ~/Bilder/icons/uhr.png "Erinnerung" "Tee ist fertig" & disown

sleep 10s && totem ~/Musik/musik.mp4 & disown

Man kann damit auch Programme aufrufen, die dann unabhängig vom Terminal weiterlaufen (möglicherweise muß man nach Programmstart im Terminal noch einmal die Eingabetaste drücken um wieder zum Eingabeprompt zu gelangen). Beispiele dazu:

vlc & disown

thunderbird & disown

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