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Nun kann man den "Persönlicher Ordner" aufrufen

Wie bei allen Fenstern fällt zunächst auf daß es rechts oben nur die Möglichkeit gibt das Fenster zu schließen. Aber durch einen Rechtsklick auf eine freie Fläche neben dem Kreuz kann man andere Funktionen auswählen. Besonders einfach ist es das Fenster mit der Maus nach ganz oben zu ziehen, dann wird es bildschirmfüllend. Genauso kann man es mit der Maus wieder in die Mitte ziehen. Auch ein Doppelklick auf eine leere Fläche der oberen Fensterleiste macht das Fenster bildschirmfüllend oder wieder mittig. In der Gnome Hilfe gibt es auch ein Video "Zwischen Anwendungen wechseln".

Hier werden die persönlichen Dateien einsortiert. 
Macht man einen Rechtsklick auf einen Ordner auf der rechten Fensterhälfte oder auf eine Zeile auf der linken Fensterhälfte so kann man auswählen "In neuem Reiter öffnen".  Dadurch entstehen Reiter wie in einem Karteikasten und man kann zwischen verschiedenen Ordnern schnell wechseln. Durch Klicken mit dem Mausrad wird sofort "in neuem Reiter geöffnet".  
Ein Suchfeld ist ständig verfügbar und ist eine große Vereinfachung. 
Wenn man einen Ordner öffnet und gleichzeitig Strg und D drückt, kann man ein Lesezeichen setzen. 

Mit einem Rechtsklick auf ein Lesezeichen kann man "Entfernen" auswählen. 
Eine Besonderheit ist das Löschen von Dateien, wofür das Drücken der Taste Entf nicht ausreicht - man muß gleichzeitig Strg und Entf drücken um die Datei in den Papierkorb zu befördern - siehe jedoch die nächste Seite unten.

Man kann Dateien verschieben indem man diese mit der Maus auf den Reiter-Kopf zieht. 

Und es gibt eine weitere Möglichkeit Dateien zu verschieben. Durch Rechts-Klicken auf auf eine Zeile im linken Fenster kann man wählen "In neuem Fenster öffnen". Dadurch kann man den Persönlicher Ordner klonen.
Dies funktioniert auch mit Mausrad-Klicken auf das Programmsymbol

Wenn man im linken Fenster eine Datei mit der Maus greift und beim Verschieben über ein Lesezeichen des rechten Fensters fährt (hier Apr) wird im rechten Fenster gleich der passende Ordner (Apr) geöffnet und man kann die Datei mit der Maus gleich weiterschieben in den ausgewählten Ordner.

Oder man kann
den Persönlicher Ordner gleich mehrfach klonen und unterschiedliche Fenster öffnen

Dann kann man Dateien einfach mit der Maus hin- und herverschieben. Um Übersichtlichkeit zu gewinnen kann man die Seitenleiste ausblenden durch Drücken der Taste  F9  oder über die Ansichteneinstellungen

Man kann auch eine Zweispalten-Ansicht erzeugen indem man bei 
Ordner-Klon-1 gleichzeitig Windows-Taste und Pfeil-nach-rechts-Taste drückt,
Ordner-Klon-2 gleichzeitig Windows-Taste und Pfeil-nach-links-Taste drückt. 
Bei dieser Zweispalten-Ansicht hat man auch die geöffneten Reiter zur Verfügung. 
Natürlich kann man diese Fensterverteilung auch für andere Programm-Fenster benutzen.

Und dann gibt es in Linux das Terminal - Aufruf über den Starter oder die Suche in der Aktivitäten-Übersicht. Man sollte es als Werkzeug verstehen und über den Umgang etwas Bescheid wissen.

abc@777 :~$

 

Das Terminal gibt eine Zeichenfolge aus die bedeutet: Der Benutzer abc ist auf dem Rechner 777 eingeloggt und will auf dem blinkenden Cursor eine Eingabe als normaler Benutzer ($) machen. Diese Eingabe kopiert man einfach an die Stelle des blinkenden Cursors.
Copy und Paste bei Texten unter Linux:
WENN MAN UNTER LINUX EINEN TEXT LEDIGLICH MARKIERT KANN MAN DIESEN DURCH KLICKEN MIT DEM MAUSRAD ANDERSWO EINFÜGEN (solange diese Markierung besteht). Wenn die Maus kein Mausrad besitzt so macht man einen Rechtsklick auf die Markierung und wählt Kopieren und an der gewüschten Einfügestelle macht man einen Rechtsklick und wählt Einfügen. Die bekannten Tastenkombinationen Strg+C und Strg+V funktionieren nicht innerhalb des Terminals.
Ein Beispiel

free -h

Man markiert die Zeichenfolge aus dem weißen Feld und fügt diese mit einem Mausradklick bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste: 


Dies zeigt den verfügbaren und genutzten RAM-Hauptspeicher (Arbeitsspeicher) an. Natürlich kann man die Zeichenfolge auch eintippen. Man kann mit der Maus im Terminal auch Bereiche markieren und mit Rechtsklick kopieren und dann in eine Text-Datei einfügen um die Angaben des Terminals zu archivieren.

Die Büroanwendung LibreOffice unterstützt Dateien aus Microsoft Office. Wenn man also jetzt in einem Ordner Ablage1 der auf dem Comuter unter ~/Web/Büro/August/Ablage1 zu finden ist (~ ist Abkürzung für Persönlicher Ordner) viele Excel Dateien abgelegt hat kann es vorkommen daß man diejenigen Dateien sucht in denen das Wort "Rhabarber" vorkommt: 

egrep -rni -e "Rhabarber" ~/Web/Büro/August/Ablage1

Man markiert die Zeichenfolge aus dem weißen Feld und fügt diese mit einem Mausradklick bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste: 

abc@777:~$ egrep -rni -e "Rhabarber" ~/Web/Büro/August/Ablage1 
Übereinstimmungen in Binärdatei /home/abc/Web/Büro/August/Ablage1/Rezept2458.xls. 
abc@777:~$

Mit LibreOffice kann man zwar Dateien aus Microsoft Office öffnen, bearbeiten und speichern (im Microsoft Office Format oder im LibreOffice Format) aber man hat andere Schriftarten. Hat man nun Dateien der Art "schrift.ttf" die man sehr gerne auch in Debian verwenden möchte so erstellt man einen Ordner in "Persönlicher Ordner": 

mkdir ~/.fonts

Man markiert die Zeichenfolge aus dem weißen Feld und fügt diese mit einem Mausradklick bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste.
Der so erstellte Ordner hat einen Punkt am Anfang und gehört zu den versteckten Dateien. Man ruft den "Persönlicher Ordner" auf und drückt dann gleichzeitig Strg und H (Mit der gleichen Tastenkombination kann man die versteckten Dateien wieder ausblenden). Jetzt kann man den Ordner .fonts öffnen und die gewünschten Schriftarten hineinkopieren. 
Damit diese Schriftarten übernommen werden meldet man sich kurz ab und wieder an.

Es läßt sich der "Persönlicher Ordner" über das Terminal aufrufen durch

nautilus

Man markiert die Zeichenfolge aus dem weißen Feld und fügt diese mit einem Mausradklick bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste.

Wenn man dem Drucker einen mehrseitigen Druckerauftrag erteilt hat den man aber jetzt doch schnell abbrechen möchte:

lprm

Man tippt die Zeichenfolge aus dem weißen Feld bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste. Damit werden alle Druckaufträge gelöscht und nur die angefangene Druckseite wird zuende gedruckt. Es kann auch passieren daß ein Druckerauftrag erzeugt wird der sich über die Systemeinstellungen nicht löschen läßt. 
Dann kann man diesen ebenfalls durch    lprm    entfernen.

Man kann den gnome-Bildschirm durch viele Möglichkeiten verändern. 

gnome-tweak-tool

Man markiert die Zeichenfolge aus dem weißen Feld und fügt diese mit einem Mausradklick bei dem blinkenden Cursor des Terminals ein - dann drückt man die Eingabetaste.
Es erscheint ein Fenster auf dem Änderungen vorgenommen werden können: 





Die Vielzahl der Möglichkeiten ist überwältigend. Man kann eine Internetseite aufrufen mit hunderten von Einstellungen. Alle diese Änderungen können ganz leicht wieder rückgängig gemacht werden.

Mein Wunsch nach einer Schaltfläche im Panel mit der ich einige oft benutzte Dateien direkt aufrufen kann erfüllte sich jedoch nicht. Die Verwendung von Tastenkombinationen ist allerdings eine viel elegantere Lösung. Die Tastenkombination ist weitgehend frei wählbar, aber es ist nicht verkehrt wenn man die gewünschte Tastenkombination erst einmal ausprobiert. Drückt man z.B. Alt+P (gleichzeitig die Taste Alt und die Taste P) und es erfolgt keine Reaktion so ist diese Tastenkombination noch nicht belegt und man kann diese unbesorgt verwenden. Nun soll Alt+P eine Preisliste öffnen, die zu finden ist unter
/home/abc/Dokumente/"Preisliste.xls"
(abc ist natürlich mit Ihrer Kennung zu ersetzen). Zunächst probiert man den Befehl im Terminal

libreoffice /home/abc/Dokumente/"Preisliste.xls"

Wenn sich nach dem Drücken der Eingabetaste die gewünschte Preisliste öffnet so hat man alles richtig gemacht und man ruft die Systemeinstellungen auf, dort Tastatur und dort den Reiter Tastaturkürzel. Man klickt mit der Maus auf das +

Dann füllt man die Eingabefelder entsprechend aus und klickt auf Hinzufügen. In der Rubrik  Eigene Tastenkombinationen  ist eine Zeile entstanden. Dort klickt man mit der Maus auf das Wort   Deaktiviert   und drückt anschließend die ausgesuchte Tastenkombination, hier Alt+P.



Wenn aber die Terminal-Eingaben tief in das System eingreifen kann man das als normaler Benutzer nicht mehr tun - so sind auch die Systemdateien im Ordner "Rechner" nicht zugänglich. Dies ist wesentlich für die Sicherheit von Linux. Aber derjenige der das Root-Passwort weiß (Administrator) hat auch Zugang zu den gesicherten Bereichen. Dazu benutzt man bei Terminal-Eingaben das vorangestellte "sudo" (man will sich mit dem Root-Passwort anmelden). Ist man mit dem Root-Passwort angemeldet hat man totalen Zugriff auf den Rechner und könnte diesen auch zugrunderichten. Man sollte sich gut informieren und klar darüber sein was man tut. Trotzdem sollte man sich nicht fürchten und es gibt zahlreiche notwendige Eingaben, z.B. Software-Installation und System-Bereinigung. Nun hat die Verwendung von "sudo" die Auswirkung daß das System 15 Minuten lang total zugänglich ist. Bei Debian verwendet man "su" und nach getaner Arbeit beendet man die Root-Anmeldung mit "exit" - dann ist das System wieder gesichert.
Also "sudo" weglassen und im Terminal su eintippen und die Eingabetaste drücken. Es erscheint die Abfrage nach dem Root-Passwort. Dieses tippt man ein - es gibt keine sichtbaren Reaktionen im Terminal, aber nach Drücken der Eingabetaste:

abc@777 :~$ su
Passwort:
root@777:/home/abc#

Die neue Zeichenfolge bedeutet: Der Benutzer mit Kenntnis des Root-Passwortes (Administrator) ist auf dem Rechner 777 eingeloggt und will auf dem blinkenden Cursor eine Eingabe als Administrator (#) machen und dabei befindet er sich in /home/abc (oder ~) was der Ordner "Persönlicher Ordner" ist. 
Die zu machenden Eingaben kopiert man (natürlich ohne sudo) an die Stelle des blinkenden Cursors. Wenn alles fertig ist tippt man exit ein und drückt die Eingabetaste (# sollte sich wieder in $ verwandelt haben). 

Änderungen bei Verwendung von su kann man dokumentieren damit diese Änderungen wieder rückgängig gemacht werden können.

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