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Mein Weg zu Debian 8

Nachdem Windows XP nicht mehr unterstützt wurde habe ich mich nach Alternativen umgeschaut. Linux wurde im Internet sehr gut bewertet aber bei der Vielzahl der Möglichkeiten fällt die Entscheidung sehr schwer. Als Computer Anfänger schreibe ich hier meine Erfahrungen mit Debian 8 (Gnome).
Ich finde es ein zauberhaftes Betriebssystem aber man muß sich von den Windows-Vorstellungen lösen und anders denken.

Die Installation ist gut beschrieben auf
https://debian-handbook.info/browse/de-DE/stable/installation.html
oder auch
https://linux-bibel-online.org/debian-inst.php
Bei der Debian-Installation auf WLAN Geräten sollte man während der Installation unbedingt eine Internet-Verbindung über Ethernet-Kabel zum Router benutzen.

Wenn man mit seinen e-mails und Einstellungen zum Abrufen der e-mails von Thunderbird umziehen will, kann die folgende Seite hilfreich sein
https://support.mozilla.org/de/kb/Benutzerprofile-Thunderbird
Möchte man Lesezeichen im Browser Firefox importieren, kann die folgende Seite hilfreich sein
https://support.mozilla.org/de/kb/Lesezeichen-und-weitere-Daten-aus-anderen-Browsern-importieren
Möchte man in LibreOffice Einstellungen übertragen, z.B. selbstgemachte Autokorrektur-Einträge und Auto-Texte, kann die folgende Seite hilfreich sein
https://wiki.documentfoundation.org/UserProfile/de

Also habe ich das Installationsmedium eingelegt und den Computer neu gestartet wobei ich beim Start die Taste F12 immer wieder kurz gedrückt habe um in das Bootmenu zu gelangen, dann habe ich die Installation durchlaufen lassen. 
Die meisten gewünschten Eingaben bei der Installation sind auch für Anfänger verständlich. Etwas unklar war für mich zunächst der Punkt:

Welche Software soll installiert werden
Debian desktop environment
..GNOME
..Xfce
..KDE
..Cinnamon
..MATE
..LXDE

web server
Druckserver
SSH server
Standard-Systemwerkzeuge

Um die blauen Auswahl-Punkte zu verstehen berücksichtigt man den Aufbau von Debian. Man ist gewöhnt daß der Computer auf dem Bildschirm diverse Fenster anzeigt. Dies macht die Debian desktop environment. Die Art wie diese Fenster dargestellt werden kann man in den anderen blauen Einträgen wählen, auch mehrere Auswahlen sind möglich, alle diese blauen Auswahlen sind Debian desktop environment. Setzt man nun zum Beispiel ein Häkchen bei GNOME aber kein Häkchen bei Debian desktop environment so hat man trotzdem eine Debian desktop environment gewählt, nämlich GNOME. Setzt man ein Häkchen bei Debian desktop environment aber kein weiteres bei einem anderen blauen Eintrag so wird automatisch GNOME ausgewählt. Setzt man aber in der blauen Gruppe keinerlei Häkchen so installiert man ein Debian ohne Aktivierung der Maus und ohne Fenster auf dem Bildschirm. Alleine die Tastatur ermöglicht einen Zugriff. Es ist ähnlich wie im BIOS. Man kann sich das auch bei einem installierten Linux anschauen durch das Terminal - aber nicht durch das Terminal das mit einem Fenster auf dem Bildschirm erscheint, denn dieses ist auch von der Debian desktop environment erzeugt worden. Man muß die Debian desktop environment verlassen und ein virtuelles Terminal aufrufen und von denen gibt es bei Lunix eine ganze Reihe. Man kann z.B. eines aufrufen durch die Tastenkombination Strg+Alt+F4     ABER UNBEDINGT DARAN DENKEN WIE MAN WIEDER ZUM DESKTOP ZURÜCKKOMMT und zwar mit der Tastenkombination Strg+Alt+F7 (meistens jedenfalls, bei Debian 9 ist es Strg+Alt+F2). Bei diesen virtuellen Terminals funktioniert keine Maus sondern nur die Tastatur. Man kann die Kommandos nur eintippen. Diese Funktionalität ist bei einem server sinnvoll aber für einen Normal-Computer braucht man eine Debian desktop environment.
Die grünen Auswahlen web server und SSH server braucht man für einen Normal-Computer nicht. Die grüne Auswahl Druckserver ermöglicht es den Drucker auch von anderen Computern aus zu bedienen. Die grüne Auswahl Standard-Systemwerkzeuge sollte man mit Häkchen versehen.


Nach dem Starten des neu installierten Debian wurden mir gleich updates vorgeschlagen was ich auch gemacht habe. Da es etwas länger dauerte habe ich mich vom Computer entfernt und erstmal etwas anderes gemacht. Bei meiner Rückkehr zum Computer saß ich vor einem Bildschirm der keinerlei Funktion zum Klicken mit der Maus ermöglichte - der Sperrbildschirm. Da ich nicht weiter wußte habe ich die Stromzufuhr unterbrochen und den Computer neu gestartet. Vom Sperrbildschirm zum Anmeldebildschirm kommt man durch Drücken der Taste Esc oder man schiebt den Bildschirm mit der Maus nach oben, aber das muß man halt wissen.
Jetzt konnte ich mir den Debian-Desktop erst einmal anschauen.

Oben gibt es das Panel. In der Mitte gibt es eine Uhr auf die man klicken kann wobei dann ein zusätzliches Menu mit Zeitinformtionen erscheint. Ganz rechts fährt beim Klicken ein Menu aus das grundlegende Funktionen ermöglicht. In dem unteren Bereich dieses Menus rechts kann man den Computer herunterfahren, in der Mitte kann man den Sperrbildschirm erzeugen und unten links gelangt man zu den Systemeinstellungen.

Unter "Privatsphäre - Bildschirmsperre" habe ich dann gleich eingestellt daß der Sperrbildschirm nicht so schnell erscheint. Unter "Hintergrund" hatte ich bereits das Desktop-Bild ersetzt. Jetzt bleibt nur noch zum Anklicken im Panel oben links "Aktivitäten". Auf dem Desktop selbst lassen sich keine Dateien oder Verknüpfungen ablegen und es funktioniert kein Rechts-Klick (zunächst). Also auf "Aktivitäten" klicken.

Durch Drücken der Windows-Taste (auf der Tastatur unten links zwischen Strg und Alt, bei Linux auch oft Super-Taste genannt) erzielt man dasselbe wie durch das Klicken auf "Aktivitäten".
In der Mitte oben gibt es ein Suchfeld. Schon die Eingabe von wenigen Zeichen liefert schnelle Ergebnisse. Hier eine Anwendung und 2 Dateien, auf die man sofort zugreifen kann: 

Wenn man keinen Namen weiß kann man die Übersicht über installierte Programme aufrufen. 

Eine besondere Bedeutung hat das Terminal

das man aufrufen sollte. Nachdem es im Starter für Programme aufgetaucht ist, kann man auf das dortige Symbol einen Rechtsklick machen und auswählen "zu den Favoriten hinzufügen". Dann verbleibt es im Starter für Programme, auch wenn das Fenster des Terminals geschlossen wird. Wenn ein Programm in diesem Starter bereits als Favorit vorhanden ist kann man es durch einen Rechtsklick auch wieder entfernen. Dabei wird das Programm nur im Starter weggelassen, das Programm selbst ändert sich dadurch nicht und kann in der Übersicht über installierte Programme oder über die Suchfunktion jederzeit wieder aufgerufen werden. Damit läßt sich der Starter nach persönlichen Vorstellungen einrichten.
Macht man auf ein Programm-Symbol einen Rechtsklick so kann man "Neues Fenster" auswählen und damit das Programm mehrfach öffnen - mit Klicken des Mausrades geht dies noch einfacher. 

Ganz wichtig ist das Programm Synaptic. Damit kann man Software installieren und auch deinstallieren. 

Durch Klicken auf Sektionen erhält man eine Themen-Übersicht. 
Sehr vorteilhaft ist die Suche nach Software. 
Wichtig war mir zunächst die Installation deutscher Sprachpakete. Diese kann man durch Eingabe von 10n-de in das Suchfeld schnell sichtbar machen: 

Bereits installierte Software hat ein grünes Quadrat am Anfang. Mit einem Rechtsklick kann man andere Software auswählen und zum installieren vormerken. Dann klickt man auf Anwenden (das grüne Häkchen) und die Installation wird durchgeführt. Entsprechend kann man Software deinstallieren. Hat man in Synaptic nur Pakete aus dem main-Bereich so befindet man sich auf der sichersten Seite von Debian - erkennen kann man dies durch Klicken auf "Ursprung". Dann kann man sich Lieblingsprogramme suchen und installieren: VLC, Filezilla ....

Ruft man mehrere Programme auf so kann man auf der Aktivitäten-Übersicht die verschiedenen Fenster sehen und mit einem Klick der Maus dasjenige auswählen mit dem man arbeiten möchte.                            

Ganz rechts gibt es einen Arbeitsflächen-Umschalter. Zunächst glaubte ich daß dort ein Doppel-Klick auf die "leere Arbeitsfläche" nur den Desktop erscheinen lasse. Aber nach dem Aufruf der Systemeinstellungen auf dem Desktop zeigte sich dann im erneuten Aufrufen der Aktivitäten-Übersicht rechts drei Arbeitsflächen. Man kann zwischen diesen verschiedenen Arbeitsflächen mit einem Mausklick wechseln und jeder Arbeitsfläche weitere Fenster hinzufügen. Die jeweils aktive Arbeitsfläche ist mit einem weißen Rahmen umgeben.



Man kann mit der Maus die Arbeitsfenster in der Mitte der Aktivitäten-Übersicht auf eine andere Arbeitsfläche im Arbeitsflächen-Umschalter schieben oder sogar gleich eine weitere Arbeitsfläche erzeugen. 

Hat man viele Programme geöffnet so gibt es eine weitere Möglichkeit die Übersicht zu gewinnen ohne die Aktivitäten-Übersicht aufzurufen. Wenn man die Taste Alt drückt und gedrückt hält und kurz die Taste Tab drückt erscheint eine Menuauswahl der geöffneten Anwendungen mit Untermenus von geöffneten Dateien oder Fenstern der jeweiligen Anwendung. Weiterhin die Taste Alt gedrückt lassen und mit den Pfeiltasten oder mit der Maus navigieren. Das Loslassen der Taste Alt bringt das gewünschte Fenster nach vorne auf den Bildschirm. 

Wenn man den Desktop gerne windows-mäßig bepflastert (siehe nächste Seite) so kann man mit gleichzeitigem Drücken der Windows-Taste und Ende-Taste (über den Pfeil-Tasten) den leeren Desktop aufrufen (eigentlich eine neue Arbeitsfläche). Mit obiger Alt-Tab-Übersicht werden dann alle geöffneten Fenster auf allen Arbeitsflächen angezeigt und man kann das gewünschte schnell herausfinden. 

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